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Wirkungen

Wirkungen beziehen sich auf die eintretenden wichtigen Veränderungen (Outcomes) für die TeilnehmerInnen Ihres Angebotes/Ihrer Maßnahmen/Ihres Produkts.
Die Überprüfung von Wirkungen und Folgen ist insbesondere im Sport- und Gesundheitsbereich noch lange Zeit nach der Beendigung des Angebots sinnvoll, da sich gesundheitsförderliche Wirkungen eher lang- als kurzfristig einstellen bzw. als solche (an)erkannt werden können. 

Stellen Sie sich hierbei folgende Fragen:

  • Welche wichtigste Wirkung soll erreicht werden?
  • Gibt es weitere Wirkungen?

Beispiel 1 „Tanzbalance“

Sie wollen beurteilen, ob der Tanzkurs tatsächlich das Ziel, das Sturzrisiko der SeniorInnen zu reduzieren, erreicht hat. Dieses Ziel hatten Sie schon durch die Balancefähigkeit operationalisiert und in Form des Einbeinstands messbar gemacht.

Evaluation der Wirkung (Balancefähigkeit)
Um die Wirkung des Tanzkurses hinsichtlich des Sturzrisikos zu beurteilen, müssen Sie den Einbeinstandtest vor dem ersten Tanzkurs durchführen, sowie nach einem definierten Zeitraum bzw. Anzahl an Tanzterminen wiederholen. Hierbei ist wichtig, dass nur die Teilnehmenden den Wiederholungstest machen, die schon den ersten Test mitgemacht haben. Ideal wäre es, wenn Sie noch eine weitere Gruppe zu beiden Terminen messen könnten, die aber NICHT am Tanzkurs teilgenommen  hat (=Kontrollgruppe).

Berechnungshilfe zur Evaluation Ihres Projekts

Um die Wirkung Ihrer Intervention/ Ihrer Maßnahme/ Ihres Projekts in DEVACHECK zu berechnen (Berechnung der Effektstärke), benötigen Sie die folgenden statistischen Werte: den Mittelwert, die Standardabweichung und die Anzahl der Personen die an der Messung teilgenommen haben. Wir stellen Ihnen eine anpassbare Arbeitshilfe (Basis: Microsoft Office: Excel) zur Durchführung dieser Berechnungen zur Verfügung. Bitte beachten Sie dabei die notwendigen Bedingungen der Berechnungen.

Arbeitshilfe als Download unter folgendem Link verfügbar: Berechnungshilfe

Beispiel 2 „Sonnenschutz im Sandkasten“

Sie wollen beurteilen, in welchem Umfang sich das Hautkrebsrisiko durch die Installation der Sonnensegel reduziert hat. Dazu müssen Sie das Ziel operationalisieren, z.B. die Zeit erfassen, die die Kinder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Dies können Sie entweder messen oder erfragen. Bei einer Befragung können Sie zum Beispiel die Eltern fragen, wie viel Zeit die Kinder vor Installation der Sonnensegel direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren, und wie viel Zeit die Kinder nach der Installation der Sonnensegel einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Eine mögliche Befragung könnte so aussehen:

  • Wie viel Zeit pro Woche spielen die Kinder draußen bei direkter Sonneneinstrahlung?
  • Wie viel Zeit pro Woche spielen die Kinder auf dem Spielplatz?
  • Wie viel Zeit pro Woche spielen die Kinder im Sandkasten?

Um die Wirkung Ihrer Maßnahme zu beurteilen, können Sie sich die oben genannten Fragen stellen. Setzen Sie dabei die Zeit, die die Kinder im Sandkasten spielen, in Relation zur Zeit auf dem Spielplatz und der Zeit mit direkter Sonneneinstrahlung pro Woche. Erfassen Sie den Zeitumfang, den die Kinder direkter Sonneneinstrahlung vor und nach der Anbringung des Sonnensegels ausgesetzt sind.

Beispielberechnung: 
Die Kinder verbringen 50 Stunden pro Woche mit direkter Sonneneinstrahlung. Davon sind sie 10 Stunden auf dem Spielplatz, von diesen 10 Stunden wiederum 5 Stunden in der Sandkiste. Dann würde die Installation eines Sonnensegels die Zeit mit direkter Sonneneinstrahlung auf dem Spielplatz halbieren (5 von 10 Stunden), und die Zeit mit direkter Sonneneinstrahlung pro Woche um 10% reduzieren (um 5 von 50 Stunden).
Alternativ könnten Sie auch eine Beobachtung durchführen. Beobachten Sie, wie viel Zeit die Kinder auf dem Spielplatz spielen, und wie viel Zeit sie unter dem Sonnensegel im Sandkasten verbringen.