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Geplante Wirkungen: OUTCOME

Legen Sie Wirkungsziele fest! Sowohl auf Ebene der Zielgruppe als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Je genauer Sie Ihre Zielgruppe charakterisiert haben, umso klarer lassen sich die Ziele Ihrer Maßnahme festlegen.
Beschreiben, was genau mit dem Projekt/der Maßnahme erreicht werden soll. Wirkungsziele können sein:

  • Wissen über gesundheitliche Zusammenhänge und Risiken erweitern (z.B. Folgen von Übergewicht)
  • neue Verhaltensmuster vermitteln und üben (z.B. anderer Umgang mit Belastungen)
  • allgemeine Lebenskompetenzen vermitteln (z.B. soziale Kompetenzen)
  • gesundheitlich wichtige persönliche Ressourcen stärken (z.B. Selbstvertrauen)
  • dingliche Umwelt umgestalten (z.B. Möbel, Belüftung, Beleuchtung, Lärm, Verpflegung, Maschinen)
  • psychosoziale Umwelt gestalten (z.B. familiäre Beziehungen, soziales Klima, Führungsstile)
  • Abläufe und Organisation ändern (z.B. Lehrpläne, Verwaltungsvorgänge, Zuständigkeit, Arbeitsschritte)

Legen Sie fest, welche primären und welche sekundären Wirkungen Sie erzielen möchten?
Das primäre Outcome konkretisiert, was schlussendlich im Kern erreicht werden soll (z.B. Gewichtsreduktion). Sekundäre Outcomes beschreiben, welche weiteren Ergebnisse erzielt werden sollen, z.B. Verbesserung des Ernährungswissens oder Veränderung des Ess- und Trinkverhaltens (mehr Wasser, weniger Gesüßtes).

Entwickeln Sie SMARTE-Ziele. Nutzen Sie zur Formulierung der einzelnen Ziele SMART-Kriterien:

  • S (Spezifisch): Sind die Ziele eindeutig formuliert?
  • M (Messbar): Sind die Ziele messbar?
  • A (Attraktiv): Sind die Ziele erstrebenswert?
  • R (Realistisch): Sind die Ziele realistisch?
  • T (Terminiert): Zu welchem fixen Datum sollen die Ziele erreicht werden?

Definieren Sie Zielwerte
Wählen Sie Indikatoren zur Wirkungsmessung (Outcome-Indikatoren) aus, anhand derer Sie feststellen können, ob und inwieweit Ihr Projekt Wirkung entfaltet. Um den Fortschritt nachvollziehen und darstellen zu können, ist es dabei auch wichtig, nicht nur Indikatoren für langfristige Wirkungen, sondern auch für die Outcomes auf den verschiedenen Stufen der Wirkungslogik zu formulieren.

Beispiel 1 „Tanzbalance“

Für „Tanzbalance“ wurde ein Hauptwirkungsziel (primäres Outcome) und ein ergänzendes Wirkungsziel (sekundäre Outcomes) festgelegt. 
Das Hauptziel von  „Tanzbalance“ war die Erhöhung der Balancefähigkeit der teilnehmenden SeniorInnen. 
Die Balancefähigkeit wurde hierfür durch den Einbeinstand gemessen. Ziel war es, diese Zeit nach 10 Wochen um durchschnittlich 5 Sekunden zu erhöhen. Die Dauer des Einbeinstandes wurde in einem Test in der ersten und der letzten Einheit des Tanzkurses erhoben und dokumentiert. 
Als ergänzendes Wirkungsziel (sekundäres Outcome) wurde die Reduktion des persönlich wahrgenommenen Sturzrisikos definiert.
Um die persönliche Einschätzung zum persönlichen Sturzrisiko der TeilnehmerInnen zu messen, wurde ein kurzer Fragbogen mit einer Skala (1 = keine Sturzgefahr, bis 10 = Stürze gehören für mich zum Alltag) entwickelt. Ziel war es, die Einschätzung des Sturzrisikos durchschnittlich um 1 Stufe zu reduzieren. 

Beispiel 2 „Sonnenschutz im Sandkasten“

In „Sonnenschutz im Sandkasten“ wurde ein Hauptwirkungsziel (primäres Outcome) und ein ergänzendes Wirkungsziel (sekundäres Outcome) festgelegt. 
Das Hauptziel von „Sonnenschutz im Sandkasten“ war die Reduktion der Zeit unter UV-Strahlungsexposition durch Sonnenlicht für Kinder auf öffentlichen Spielplätzen im Stadtteil Hemelingen. 
Die Zeit unter UV-Strahlungsexposition wurde hierfür durch eine Elternbefragung gemessen. Hierbei standen die folgenden Fragen im Mittelpunkt:
Wie viel Zeit pro Woche spielen die Kinder draußen bei direkter Sonneneinstrahlung?
Wie viel Zeit pro Woche spielen die Kinder auf dem Spielplatz?
Wie viel Zeit pro Woche spielen die Kinder im Sandkasten?
Ziel war es, die Zeit unter UV-Licht Exposition der hier spielenden Kinder  nach der Installation von Sonnensegeln über dem Sandkasten um durchschnittlich 5-10 % zu senken. 
Das Projekt erzielte folgende Wirkungen: 
Laut Elternbefragung verbrachten die Kinder 50 Stunden pro Woche draußen mit direkter Sonneneinstrahlung. Davon waren sie 10 Stunden auf dem Spielplatz, von diesen 10 Stunden wiederum 5 Stunden in der Sandkiste. Die Installation eines Sonnensegels hat die Zeit mit direkter Sonneneinstrahlung auf dem Spielplatz halbiert (5 von 10 Stunden), und die Zeit mit direkter Sonneneinstrahlung pro Woche um 10% reduziert (um 5 von 50 Stunden).
Als ergänzendes Wirkungsziel (sekundäres Outcome) wurde die Erhöhung der allgemeinen Risikowahrnehmung der Eltern für kurz- und langfristige Folgen von UV-Strahlen Exposition durch Sonnenlicht mit der Installation eines Sonnensegels über dem Sandkasten definiert.
Um die Wahrnehmung der Eltern zum Hautkrebsrisiko durch Sonneneinstrahlung für ihre Kinder  zu messen, wurde dem Fragebogen eine Einschätzung zum persönlichen Risiko zugefügt. Hierbei wurde mithilfe einer Skala (1= für mein Kinde besteht keine Gefahr bis 10 = von Sonnenstrahlen geht eine hohe Gefahr aus) die persönliche Risikowahrnehmung der Eltern erfasst.  Ziel war es, die Risikowahrnehmung durchschnittlich um 2 Stufen zu erhöhen. Die TeilnehmerInnen wurden gebeten den Fragebogen vor der Installation und nach der Installation der Sonnensegel auszufüllen. Alle Daten wurden vertraulich ausgewertet.